Moviestars: Die Rolle von Brillen in Filmen

Moviestars: Die Rolle von Brillen in Filmen

Die Menschen wieder zum Träumen bringen
Im September verzaubert die 20. Ausgabe des Festivals du Film Français d’Helvétie FFFH Biel wieder in eine «petite Croisette». Wir sind glücklich, dieses für unsere Region wichtige kulturelle Ereignis seit Beginn zu unterstützen.
Interview mit Christian Kellenberger, Mitgründer und Leiter des Festivals du Film Français d’Helvétie (FFFH).

 

Sehen verbindet! Dies ist ganz offensichtlich! Sich gemeinsam im Kinosaal auf eine Geschichte einzulassen, ungeachtet der Muttersprache, Herkunft und Lebenseinstellung. Hat dieses Gemeinschaftsgefühl wieder Konjunktur?
Wir haben anhand der sehr hohen Auslastungszahlen des FFFH die solide Begeisterung für das Kino erkannt, das nota bene schon immer Krisen bewältigt hat, wie 1950 mit der Einführung des Fernsehens, 1980-90 mit VHS, dann DVD|Blue Ray und 2020/21 mit Covid. Trotz zweier Übergangsjahre für die Kinos, überzeugt das Kino weiterhin. Das Jahr 2024 hat gut begonnen, da die Zahlen sowohl auf internationaler als auch auf nationaler Ebene trotz der komplizierten geopolitischen Lage weiter steigen. Meiner Meinung nach ist das gemeinsame Erleben von Emotionen auf der grossen Leinwand durch nichts zu ersetzen und danach sehnen wir uns auch.

Einige Filme entführen in die Abgründe des Lebens. Wann musst du die Augen schliessen?
Es kommt selten vor, dass ich meine Augen aus Angst schliesse (ausser bei TITANE, Goldene Palme 2022), aber es kommt vor, dass ich sie schliesse, wenn die Gefühle intensiv sind und Tränen im Begriff sind zu fliessen.

Nicht selten sind Brillen die heimlichen Stars von Hollywood-Filmen. Fallen dir spontan einige französische Filme ein ?
Die Brille ist tatsächlich ein wichtiges Accessoire im Kino, das ein Zeichen von Haltung und Stil darstellt, wie man es auch in unserer Gesellschaft wahrnimmt. Ganz spontan würde ich SAINT-LAURENT von Bertrand Bonello nennen, wo Gaspard Ulliel, ein Schauspieler, den ich sehr verehre, sie mit Eleganz trug. Seine Brille war sicherlich sein markantestes äusseres Zeichen.

Was war dein aufregendstes Erlebnis mit einem:r Schauspieler:in in den letzten 20 Jahren?
Es gibt zu viele, um sie alle zu erwähnen, da wir in 19 Ausgaben mehr als 500 Talente empfangen haben. Ich könnte den denkwürdigen Abend mit Tahar Rahim in der Coupole erwähnen, die herzliche Begegnung mit Gaspard Ulliel, die magischen Dreharbeiten in Paris mit Patrick Bruel oder ganz einfach das Wohlwollen der ersten Gäste in der Geschichte des FFFH im Jahr 2005, die zweifachen Träger der Goldenen Palme, die Brüder Dardenne. Sie haben uns zweifellos Glück gebracht!

 

Mitbegründer und Festivalleitung: Christian Kellenberger, sofa communication Biel
Mitbegründerin und Vizeleiterin: Charlotte Masini, sofa communication Biel
Programmleiterin: Edna Epelbaum/Cinevital Biel
Betriebsleiter: Sascha Antenen, FFFH, Biel
Projektleiterin & Medien: Ella Stornetta, FFFH, Biel